Einsteiger – Hilfe zum Umstieg

E-Zigaretten erst ab 18 Jahre

Einsteigerbuch in die E ZigaretteWer mit dem elektrischen Rauchen anfangen will hat eine Menge Fragen, Sorgen oder gar Befürchtungen. Wer sich im Internet kundig macht wird auf viele Begriffe und Empfehlungen stoßen die mehr verwirren als Klarheit schaffen. Der Artikel soll etwas Übersicht schaffen.

In den Kreisen der elektrischen Raucher spricht man nicht vom rauchen denn rauchen ist das verbrennen von Tabak. Man spricht vom dampfen, vom Dampfer. Denn beim elektrischen rauchen wird nichts verbrannt sondern verdunstet, verdampft, wie bei einem Disconebler. Sucht man im Internet nach dampfen ist die erste Seite voll mit Seiten die sich um das elektrische rauchen drehen.

Tipp: Sucht auch mit dem Begriff dampfen oder Dampfer. Im englischen spricht man Vapor, vaping. Viele Unternehmen oder Geräte führen dieses Wort oder Wortspielereien davon mit sich.

Weitere Suchbegriffe um das elektrische rauchen, dampfen sind: E-Zigarette, elektronische Zigarette, elektrische Zigarette oder E-Shisha. Damit könnt ihr euch schon recht gut in den Suchmaschinen bewegen.

Verwirrende Bezeichnungen – Ihr werdet häufig auf Abkürzungen stoßen. Die meisten Abkürzungen findet ihr hier zusammen gefasst. Mich hat am Anfang die Bezeichnungen 510er und EGO Gewinde verwirrt, ich hatte die Befürchtung dass nichts zusammen passt. Im Grunde könnt ihr nichts falsch machen, denn es passt alles zusammen. Wenn ihr einen Verdampfer für euren Akkuträger kauft, macht euch keine Gedanken wegen Bezeichnungen wie 510er oder EGO Gewinde. Zu über 90% läuft heute alles über 510er Gewinde. Für den Rest gibt es einen Adapter der im Zubehör verlinkt ist. Doch zu allermeist, außer bei den einfachen Startersets, werdet ihr nur auf 510er Anschluss stossen. Auf weiteres wird im Laufe des Artikels eingegangen.

Tipp: Keine Gedanken machen wegen den Anschlüssen und der Bezeichnung 510er und EGO. Es passt alles zusammen und wenn ihr dann doch mal durch einen außergewöhnlichen Zufall die zwei Gewindearten vor euch liegen habt, so gibt es einen Adapter für kleines Geld.

Die Motivation nach einer Alternative zum rauchen zu suchen sind verschieden. Den Meisten geht es um das Thema Gesundheit, einem Teil geht es um die Kosten. Manchem wird der Umstieg auch erst nach einem zweiten Anlauf gelingen, wie im Interview mit Daniel zu lesen ist.

Die meisten Fragen vor dem Umstieg drehen sich um „Wie geht das? Was für Gerät? Wie mache ich es richtig? Welche Fehler sollte ich vermeiden? Ist das ein sicherer Weg um mit dem rauchen aufzuhören? Welche Kosten entstehen?“

Grundsätzlich sind einige Dinge zu betrachten, die technische Seite (Hardware) und die Software, sprich das Liquid.

Es gibt in Deutschland ca. 3 Millionen Nutzer von elektrischen Zigaretten. Man ist nicht mehr auf einsamen Posten wenn man so ein Gerät nutzt. Dennoch muss man mit Vorurteilen und den einen oder anderen unreflektierten Spruch wie „die sind gefährlich“ leben. Wie es tatsächlich um die Gefährlichkeit steht, lest ihr am besten im Blog von Rursus oder lest die gesammelten Studien durch.

Um loslegen zu können braucht man:

  1. Akku – Akkuträger, Akkubox
  2. Verdampfer – da kommt das Liquid rein und wird vernebelt
  3. Ladegerät – als USB oder als Akkuladegerät
  4. Liquid – in verschiedenen Stärken und Geschmäckern

Die Punkte 1 bis 3 sind mit einem Komplettset oder einem Einsteigerset abgedeckt. Liquid muss stets extra besorgt werden (außer es wird beigelegt).

Ihr könnt den Artikel von Anfang an durchlesen oder ihr fangt bei den Videos am Ende des Artikels an und lest dann hier nochmal nach.

Nein, es ist kein Wasserdampf was da oben raus kommt

Die Gerätschaft

Wat is en Dampfmaschin?

dampfmaschineWer heute sich eine elektrische Zigarette kaufen will steht vor einer verwirrenden Auswahl. Wie würde Lehrer Bömmel aus der Feuerzangenbowle sagen?  „Wat is en Dampfmaschin? Da stelle mehr uns janz dumm.“ Und recht hätte er, denn alles fußt immer auf dem gleichen Prinzip. Es wird Strom benötigt (Akku) und ein Verdampfer, damit wäre das Prinzipielle schon besprochen.

Akku und Verdampfer gibt es in vielfältigen Kombinationen und Variationen. Unterteilen kann man diese Geräte in

  • typisches Einsteigergerät
  • erweitertes Einsteigergerät
  • Standardgeräte bis High-End-Geräte
  • individuelle Kombinationen, Moddergeräte (werden hier nicht behandelt)

Typische Einsteigergeräte, erweiterte Einsteigegeräte und in weiten Teilen die Standardgeräte kann der Einsteiger recht problemlos nutzen. Wobei es Standardgeräte gibt die erfordern dann schon etwas Kenntnis, zumindest die Lust sich tiefer mit der Materie zu beschäftigen.

Typisches Einsteigergerät, Einsteigerset

Ein typisches Einsteigerset wie es vor Jahren empfohlen wird und auch heute noch so gemacht wird, besteht aus zwei kleineren Akkus* und mehreren Verdampfern. Der Sinn ist der dass der Einsteiger immer ein Gerät zur Verfügung hat, auch wenn eines ausfällt. Diese Einsteigergeräte haben einen Knopf, es gibt keine weiteren Einstellmöglichkeiten.

Diese Geräte sind von der Dampfmenge her auf die Gewohnheiten des Umsteigers von der Zigarette her abgestimmt. Viel wichtiger ist aber der sogenannte Flash, also das Nikotinerlebnis, das was den Nikotinhungrigen seinen Hunger nimmt. Bitte nicht verwechseln mit dem Schwindelgefühl den eine Zigarette erzeugt wenn man sich gerade eine kleine Kohlenmonoxid Vergiftung zufügt. Heutige Einsteigergeräte sind Wartungsarm bis Wartungsfrei und technisch ausgereift.

Manch langjähriger Dampfer nutzt diese Geräte ausschließlich. Sie sind zweckmäßig und kostengünstig. Allerdings ist auch kein erweitertes Dampferlebnis möglich wie größere Dampfwolken, mehr Power, selbst wickeln oder tröpfeln.

Kaufhinweis: Ein typisches Einsteigergerät, Einsteigerset lohnt dann wenn man einfach mal testen will ob man überhaupt mit dieser Art des „rauchens“ klar kommt. Diese Geräte kann man auch später gut nutzen, selbst wenn man in den High-End-Bereich aufgestiegen ist. Denn so einen kleinen Akku kann man schnell einstecken, um den Hals hängen, problemlos zur Gassirunde oder Gartenarbeit mitnehmen. Zu verdanken ist das ihrer kleinen und wartungsarmen Bauweise.

Ein Einsteigerset hat von der Hardwareseite alles dabei was man braucht, Akku, Verdampfer, Ladekabel und Ersatzverdampfer. Noch besorgt werden muss Liquid. Dazu später mehr.

Übliche Spezifikationen: Akkukapazität 650 mAh und mehr, Leistungsabgabe 3,7 V, geregelt, Ein-Knopf-Bedienung, Laden über USB (Wandstecker, PC, KFZ), Schutzelektronik gegen falsche Handhabung. Die Preise liegen so um 30€ bis 40€.

Geeignet für Dampfertyp: Geeignet für Umsteiger die erst einmal sehen wollen ob ihnen überhaupt das elektrische rauchen das gibt was man sich verspricht. Für Leute die kleine Geräte mögen. Derjenige der damit zufrieden ist was das Gerät hergibt und keinen Wert auf individuelle Einstellungen legt.

empfohlene Einsteigergeräte

Beide Geräte sind sehr Einsteiger-freundlich. Der iStick Basic begleitet mich schon lange und überall hin.

empfohlene Einsteigergeräte

Innokin T18 oder T22 sind ideale Einsteigergeräte. Der wichtigste Unterschied ist die Kapazität. T18 hat 1000mAh – reicht knapp einen Tag. Davon besser zwei Geräte kaufen. Der T22 hat eine Kapazität von 2000 mAh – mehr als ausreichend für einen Tag.

Erweitertes Einsteigergerät

Im Grunde gibt es diesen Begriff nicht. Aber anders kann man diese Geräte nicht bezeichnen. Diese Geräte können nicht alles, aber mehr als ein typisches Einsteigerset. Diese Geräte haben zusätzliche Einstellmöglichkeiten und sind deutlich leistungsstärker als die einfachen Einsteigergeräte.

Der wichtigste Vorteil ist aber der dass man, wie bei den Einsteigergeräten auch, keinen extra Akku und Akkuladegerät braucht. Damit bleibt dem Einsteiger diese Qual der Wahl über den richtigen Akku erspart. Diese Geräte sind per USB zu laden.

Diese Geräte bestehen aus dem Akkuteil (fest verbaut) und einem Verdampfer den man abschrauben kann. Man kann auf diese Geräte jeden Verdampfer aufschrauben. Meistens ist ein Verdampfer mit im Set.

Die Dampfentwicklung ist bei diesen Geräten deutlich stärker als bei Einsteigergeräten, die Verdampfer entwickeln mitunter einen besseren Geschmack. Diese Geräte sind wertig, technisch ausgereift und haben eine große Anhängerschar, ob bei Einsteigern wie auch bei erfahrenen Dampfern. Diese Einsteigergeräte sind größer als typische Einsteigersets. Das mag manchen abhalten weil er sich damit komisch vorkommt.

Übliche Spezifikation: 2000 mAh und deutlich darüber, also sehr gut für einen Tag bis zwei Tage ausreichend. Es lässt sich die Leistungsabgabe einstellen. Es können verschiedene Verdampfer aufgeschraubt werden. Diese Geräte haben einen fest eingebauten Akku der  per USB (Wandstecker, PC, KFZ) geladen wird. Der Käufer spart sich also Extra Akkus und ein Akkuladegerät. Ich nutze mehrere Geräte dieser Klasse und vermisse nichts. Die Geräte gibt es als Komplettset mit Verdampfer oder als Akku(träger) alleine. Die Preise liegen so um 40€ bis 60€.

Geeignet für Dampfertyp: Für den Umsteiger der intensiveren Dampfgenuss erleben möchte und sich nicht scheut ein etwas größeres Gerät zu nutzen.

erweiterte Einsteigergeräte

Diese Geräte können mehr als typische Einknopf-Geräte, haben aber noch einen fest eingebauten Akku.

Standardgeräte, High-End-Geräte

Kanger Subbox miniAls Standard oder High-End Geräte bezeichne ich die Geräte die mehr können als Einsteigergeräte, sozusagen der Rest des Marktes. Das sind VV, VW (variable Volt, variable Watt) und Temperatur geregeltes dampfen. Letzteres ist seit Anfang 2015 stark im Kommen und seit Mitte 2015 drängen Geräte auf dem Markt die durchweg zuverlässig sind und Nutzerfreundlich zu bedienen sind.

Diese Geräte sind keine komplizierten Geräte, wie man vermuten möchte. Der Einsteiger kann diese sehr gut nutzen und bedienen. Die Investition ist allerdings höher als beim Einsteigerset. Neben dem höheren Anschaffungspreis braucht es externe Akkus und ein Akkuladegerät. Um nur mal zu testen ist das schon recht teuer.

Diese Geräte kann man in Klassen einteilen, die Geräte mit einem Akku – diese können bis ca. 75 Watt geregelt werden. Und in Geräte bis zu 200 Watt, die spezielle Verdampfer und Dampftechniken benötigen. Diese Akkuträger benötigen bis zu 3 Akkus gleichzeitig.  In der Praxis bedeutet das, dass man insgesamt 6 Akkus benötigt und ein Akkuladegerät mit 4 Schächten.

In dieser Gerätekategorie gibt es einen Wettlauf. Viele Hersteller versuchen mit immer mehr Watt zu glänzen.

Ich persönlich nutze meine Geräte zwischen 10 Watt und maximal 40 Watt wie die allermeisten auch.

Der Einsteiger nimmt gerne einen Verdampfer mit Fertigcoils und wird sich dem selber wickeln erst später zuwenden. Fertigcoils sind üblicherweise bis maximal 40Watt zu dampfen (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Für den normalen Dampfer und für Einsteiger sind Geräte mit 40 bis 75 Watt Oberleistung absolut ausreichend. Ein typischer Vertreter ist der Pico  (Review zum Pico)

Das heißt nicht dass ich von einem Gerät mit Leistungsmöglichkeiten bis 200 Watt abrate. Ich habe selbst so eines, nutze nur die Möglichkeiten nicht aus.

Einkaufshinweis: Wer als Einsteiger das Gefühl hat dass dampfen der richtige Weg ist und sich gleich zu Anfang alle Wege offen halten will, der ist mit so einem Gerät dieser Klasse bestens bedient. Die Preise liegen so um 50€ und 100€ ohne Akku und Akkuladegerät. Diese Geräte kann man als Komplettset mit Verdampfer oder alleine kaufen.

Geeignet für Dampfertyp: Der Einsteiger der neugierig ist was die Welt des elektrischen rauchens bietet. Jeder Dampfer der gerne mal etwas variieren möchte.

Akkuboxen für einen Akku

Akkuboxen in die ein Akku passt. Dieser kann per USB über den Akkuträger aufgeladen werden.

pico

Der Pico mit Melo3 Verdampfer. Ein kleines, handliches und robustes Gerät. Nutze ich täglich.

evic-vtc

Die Evic VTC Mini ist eines der am weit verbreitetsten und beliebtesten Akkuboxen. Der Verdampfer im Komplettset ist nicht der beste, aber für den Einstieg wunderbar passend.

Akkuboxen für 2 bis 3 Akkus

relaux

Die Akkubox Reuleaux 2/3 von Wismec ist einer meiner Lieblingsboxen. Sie kann wahlweise mit 2 0der 3 Akkus betrieben werden, liegt gut in der Hand und ist technisch auf dem höchsten Stand. Neben der Box braucht man 4 bis 6 Akkus 18650, ein Ladegerät und einen Verdampfer.

cuboid

Die Cuboid von Joyetech gehört wie die Evic zu den beliebtesten Akkuboxen. Sie benötigt 2 Akkus.

Fazit Geräte

Über Geräte könnte man noch lange schreiben. Der Markt ist sehr dynamisch und es vergeht keine Woche in der nicht ein tolles Akkugerät oder ein hervorragender Verdampfer vorgestellt wird. Ein einsatzbereites Gerät besteht aus: Akku, Ladegerät (bei fest verbauten Akku erfolgt die Ladung über ein USB Kabel) und Verdampfer.

Der Einsteiger muss sich klar darüber werden ob er dampfen als Weg für sich sieht, wenn ja dann kann gleich zu einem größeren Standardgerät gegriffen werden. Ansonsten ist eines der vorgestellten Einsteigersets ebenfalls zu empfehlen, die dampfen hervorragend. Siehe auch unter Einkaufstipp – Komplettgeräte.

Die Investition in Sachen Gerät liegt ab 30 € bis zu ca. 100 € für ein High-End-Gerät mit Verdampfer und Ladekabel und Akku.


Das Liquid

Liquidflaschen von SteamersloungeDas Liquid ist das was vernebelt, verdampft wird. Die Grundsubstanz besteht in variablen Anteilen aus Propylenglycol (PG) und pflanzliches Glycerin (VG). Manchmal kommt noch etwas destiliertes Wasser in der Menge von 5% bis 10% hinzu. PG (E 1520) und VG (E 422) sind zugelassene Zusatzstoffe in der Lebensmittelindustrie und sind zum Beispiel in Kaugummi oder Zahnpasta enthalten. Des weiteren enthalten sind Nikotin und Aroma.

Der Umsteiger von Zigaretten auf elektrische Zigaretten braucht eine höhere Konzentration an Nikotin als derjenige der schon länger dampft. Empfohlen werden Liquids mit 12mg/ml bis 18mg/ml Nikotin. Sollte das Liquid zu stark sein oder man dampft zuviel macht sich das durch leichtes Unwohlsein oder Kopfdruck bemerkbar. Dann mit der Nikotinstärke etwas herunter gehen.

Im Laufe der Zeit kann man immer weiter von der Nikotinkonzentration nach unten gehen. Die Liquidhändler führen Liquids in verschiedener Stärke.

Achtung beim Einkauf: Bei Amazon zum Beispiel kann man nur Liquids mit der Nikotinstärke 0 kaufen. Das bringt dem Umsteiger gar nichts. Daher Liquids bei einem Liquidhändler besorgen.

VideoWas ist in den Liquids?

Inhaltsstoff PG – VG

Die Grundsubstanz, neben Nikotin und Aromen, besteht aus Propylenclycol (PG) und pflanzlichen Glycerin (VG). Beide sind in der Lebensmittelindustrie zugelassen und begegnen uns auf Schritt und Tritt, ob in Backwaren oder in der Kosmetik. Diese Stoffe sind ebenso im Tierfutter zu finden und gibt es Kanisterweise zu kaufen.

Im Liquid entwickeln sie folgende Eigenschaften. PG sorgt dafür dass der Geschmack und der Flash ausgeprägt werden. VG sorgt für Dampfdichte. Je mehr VG-Anteil desto mehr Dampf. Doch je mehr Dampf desto weniger Geschmack und Flash. VG ist zudem sehr dickflüssig und muss mit Wasser (bis 10%) verdünnt werden, ansonsten kann es sein dass das Liquid im Verdampfer nicht nachfließt.

Generell werden PG und VG zusammen verwendet und die Liquids auf dem Markt enthalten immer eine Mischung aus beiden, so dass Dampfdichte, Geschmack und Flash sich gleichermaßen entwickeln.

Es gibt „traditionale“ Mischungen die jeder Hersteller etwas anders definiert. Das Verhältnis liegt bei 40% bis 65% für PG. Häufig sind 50/50 Mischungen anzutreffen.

Inhaltsstoff Nikotin

Das Nikotin, so sagt man, ist schuld an der Sucht, ist Schuld am Krebs, ist Schuld an allem. Über Nikotin geistern viele Geschichten umher die meist nicht richtig sind. Bei Pressemitteilungen handelt es sich häufig um unreflektierte Halbwahrheiten recherchefauler Journalisten. Richtig ist, Nikotin ist ein extrem starkes Gift und in entsprechender Konzentration tödlich. Doch an diese Mengen Nikotin kommt man nicht heran, weder durch Zigaretten noch durch Liquid. Dennoch möchte ich Nikotin nicht verharmlosen, es ist und bleibt ein Gift.

Doch für Abhängigkeiten und Krebs kann Nikotin nicht verantwortlich gemacht werden. Zum Beispiel Kautabaknutzer nehmen mindestens soviel Nikotin auf wie Zigarettenraucher. Doch sie haben ein 90% bis 95%iges niedrigeres Krebsrisiko als Raucher. Auch ist nicht bekannt dass jemand von Nikotinpflastern abhängig geworden ist. Wenn euch also jemand erzählt, Nikotin macht Krebs, Nikotin macht abhängig, so fragt nach Quellen und Belegen und gebt euch nicht zufrieden dass er ein Mittagsmagazin oder die Bildzeitung zitiert.

In den USA hat es Untersuchungen zu Unfällen mit Nikotinliquids gegeben. Herausgekommen ist dass 2010 bis 2012 genau 35 Fälle von Vergiftungen gab die behandelt wurden. Der Verlauf war mild und keine der Personen wurde in der Notaufnahme behalten, egal wieviel die Person davon getrunken hatte oder sich über die Haut geschüttet hat.

Als Richtwert und zur Einschätzung: Ein 10ml Fläschen mit 18mg Nikotin/ml enthält 0,18g Nikotin, etwa die Hälfte die eine Schachtel Zigarette hat. Wer den Dampf von kochenden Kartoffeln einatmet inhaliert ähnlich viel Schadstoffe wie mit der E-Zigarette.

Das war nur ein kurzer Einblick über das Nikotin. Wer mehr wissen möchte, vor allem im Zusammenhang mit der E-Zigarette der ist bei Blog Rursus bestens aufgehoben. Dort im Suchfeld Nikotin eingeben und man bekommt viele Artikel die untermauert sind. Auch dieser Artikel gibt viele Quellen an.

Inhaltsstoff Aroma

Vapango Aromen
Aroma
Die verwendeten Aromen sind alle zugelassene Lebensmittel und gelten als unbedenklich. Diese Aromen sind ölfrei und keine ätherischen Öle. Das wäre genau das was man nicht in den Verdampfer geben darf. Verwendet also, wenn ihr euer Liquid aufpeppen wollt oder selber mischt, nur Aromen die für die E-Zigarette geeignet sind.

Liquids gibt es in allen möglichen Geschmacksrichtungen. Seltsam mag einem Raucher anmuten dass einem Erdbeergeschmack in der E-Zigarette schmeckt. Für E-Zigarettennutzer steht eine riesige Welt an Geschmackserlebnissen offen.

weitere Zusatzstoffe

Es gibt für die Liquidherstellung weitere Zusatzstoffe die verwendet werden. Das sind sogenannte Sweetener, also Süßungsmittel (nicht zu verwechseln mit Süßstoff oder Zucker) die dem Liquid mehr Süße geben. Wird gerne von Selbstmischern verwendet.

Chiliextrakt wird in manchen Liquids verwendet um eine schärfe, ein kribbeln auf der Zunge zu erzeugen. Manchmal wird es auch als Ersatzstoff für Nikotin verwendet.

Coffein hat man versucht in Liquids einzumischen. Coffein ist günstig und zum Beispiel über Ebay erhältlich. Coffein macht aus dem Liquid eine puddingartige Masse. Um Coffein in Liquid zu verwenden bedarf es viel Erfahrung.

Tabakgeschmack

„Das schmeckt ja gar nicht wie Tabak.“ Ja, echten Tabakgeschmack gibt es nicht als Aroma, genauer gesagt, es gibt ihn schon aber er wird nicht als solcher empfunden. Man kommt also dem Tabakgeschmack nur sehr nahe. Es gibt sehr gute Tabakliquids und Tabakaromen die wirklich sehr hervorragend schmecken, ob Zigarre, dunkler Tabak oder Zigarette. Es gibt Tabakliquids die lagern über lange Zeit in echten Eichenfässern um einen rauchigen Geschmack zu vermitteln.

Selber mischen

Wer länger dampft wird sich früher oder später überlegen ob er seine Liquids selber mischt. Das Einsparpotential ist hoch und man kann, sofern man es beherrscht, eigene Geschmacksnoten herstellen. Selber mischen ist nicht schwer und am besten fängt man ganz einfach an in dem man ein Liquid mit einem Aroma herstellt und sich erst später an komplexere Geschmacksnoten heran wagt.

Denn ganz so einfach ist es denn dann auch wieder nicht. Neben der Dosierung spielen Faktoren wie Reifezeit und Art des Mischens eine große Rolle.

Zum herstellen von Liquids wird benötigt:

Base – das ist die Basis aus Propylenclycol und natürlichem Glycol (PG/VG), je nach dem wie dick- oder dünnflüssig etwas sein soll, ob mehr Wert auf Dampfwolken oder mehr Wert auf Geschmack gelegt wird. Diese Basis gibt es mit einem Nikotinanteil zu kaufen, also zum Beispiel 12mg/ml oder auch als Nuller-Base. Bewährt haben sich Basen mit einer Mischung von 40% bis 60% PG und entsprechendem Anteil an VG. Übliche Handelsgröße 1 Liter, gibt es aber auch in 100ml Flaschen. Preis durchschnittlich: 18mg/ml Nikotin, 1 Liter, ca. 40€ bis 45€.

Aromen – nicht ein Backaroma oder ätherisches Öl nehmen, sondern Aromen die für E-Zigaretten verwendet werden können. Aromen für Liquid dürfen weder Öl noch Zucker enthalten.

Equipment – Messbecher, Spritzen, Flaschen zum umfüllen. Ich persönlich beschränke mich auf die einfachste Methode und arbeite mit Messbecher und ml Angaben. Dabei kommt es mir auch nicht auf eine punktgenaue Landung an. Danach wird geschüttelt und das ganze erst einmal stehen gelassen.

Wer es genauer will, der braucht eine Feinwaage und einen Magnetrührer. Eine Anleitung wird von mir in Kürze erstellt.

Liquidrechner und weiterführende Infos gibt es in der seitlichen Leiste als Link.

Die Zukunft des Selbermischens und der Liquids

Die EU wollte unbedingt die E-Zigarette regulieren und hat mit allerlei Tricks und beeinflussbarer Politiker es geschafft dass die E-Zigarette der Buhmann ist und nun reguliert wird. Die Zigarette und Tabak selbst wird es weiterhin überall geben und offen darüber geredet. Doch die E-Zigarette hätten die Politiker lieber heute als morgen vom Tisch, denn sie bringt keine Tabaksteuer.

Die Umsetzung der Regelung besteht kurz bevor (2016?) und dann wird es Nikotinhaltige Basen in der Form wie es sie jetzt gibt nicht mehr zu kaufen geben. Das gleiche trifft auf Liquids und Geräte zu. Wer also halbentschlossen ist, sollte sich jetzt ganz entschließen.

Fazit Liquid

Liquid kauft man als Einsteiger am besten zunächst fertig. So weiß man wie was schmecken kann oder sollte. Für den Umstieg als Raucher wird mindestens 12mg/ml, besser 18mg/ml empfohlen. Traditionelle Mischungen sind Mischungen die Geschmack, Flash und Dampfdichte ausgewogen anbieten. Das Mischungsverhältnis liegt bei etwa 40% bis 65% PG (Geschmack, Flash) und der Rest VG (Dampfdichte).


Der Umstieg

Der häufigste Grund um E-Raucher, Dampfer zu werden ist um von der Zigarette weg zu kommen. Auch die Kosten werden hinterfragt. Spart man? Zahlt man wesentlich mehr?

Der Umstieg vom Zigarettenraucher zum elektrischen Raucher ist nicht immer einfach. Es gibt Leute die haben vom ersten Tag an kein Verlangen mehr nach einer Zigarette, es gibt Raucher die bleiben Raucher und legen alles wieder weg. Und es gibt Raucher die werden zu Dual Usern, sie rauchen Zigaretten und elektrisch – ersetzen einen Teil ihrer Zigaretten mit der elektrischen Zigarette.

Die Gesundheit

Gesundheitliche Tipps darf man als Privatmann nicht geben außer den dass man den Arzt aufsuchen soll. Aber man kann Erfahrungswerte wiedergeben.

Bei der Thematik Gesundheit ist vor allem das Allergieproblem zu beachten. Es gibt, zwar selten, Leute die reagieren allergisch, sei es auf Aromen oder auf andere Inhaltsstoffe. Bei manchen Leuten kommt es zur Austrocknung der Schleimhäute. Generell bewirken die Liquids, sprich das VG und PG, einen trockeneren Hals weil diese Stoffe die Neigung haben Feuchtigkeit zu absorbieren. Wer dampft sollte am besten etwas mehr Flüssigkeit zu sich nehmen. Auch ist stärkerer Husten in den ersten Tagen normal. Erstens versucht die Lunge sich zu regenerieren und zweitens enthält das Liquid keine MAO-Hemmer die der Zigarette beigemischt sind um Husten zu unterdrücken.

Alles was mit der Lunge zusammenhängt verbessert sich. Alles was mit Geruchs- und Geschmackssinn zu tun hat verbessert sich enorm und ziemlich schnell. Die Haut regeneriert sich und wird deutlich reiner. Das Lungenkrebsrisiko sinkt enorm und nach 10 Jahren ist es diesbezüglich so als ob man nie geraucht hätte. Siehe auch Infografik am Ende des Beitrages.

Wie sagte einst Dr. Martina Pötschke-Langer von der DKFZ, Mitarbeiterin der WHO und Bundesverdienstkreuzträgerin? –

„gegen die normale Zigarette, die eine solche Giftlast darstellt, stellt eine E-Zigarette ein vergleichsweise harmloses Produkt dar.“

„Es wird [bei der e-Zigarette] kein Tabak verbrannt. Es ist in dem Dampf von e-Zigaretten weder Teer, Kohlenmonoxid oder auch andere kanzerogene Stoffe enthalten, die aus dem Rauch einer herkömmlichen Zigarette ja dieses hochgefährliche Giftgemisch machen.“

(Quelle: Dr. Martina Pötschke-Langer (DKFZ), Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton Wissenschaft und Technik, 22.01.2012 11:05 Uhr)

Rauchen aufhören oder auf elektrische Zigarette umsteigen lohnt sich doch, oder?

Das neue Hobby

Unter den Dampfern gibt es diejenigen die dampfen halt, betrachten das ganze eher zweckmäßig. Dann gibt es die Gruppe der Heißblütigen. Die hat das Fieber gepackt und die basteln sich eigene Geräte, verfasssen Youtube-Reviews, sind ständig auf der Höhe der Technik und kennen jeden Trick und Hack.

Für nicht wenige ist das dampfen zu einem Hobby geworden. Sei es die Technik und das Liquidmischen. Oder sei es in Foren als Admin, als Schreiber oder gar als Blogbetreiber. Das dampfen bietet alles und die Szene ist sehr lebendig. Was auch die jährlich stattfindenden Dampfermessen und die Besucherzahlen wiederspiegeln.

Der Plan

Wie steigt man am besten um? Der Plan mit dem meisten Erfolg lautet von heute auf morgen. Kauft ruhig noch eine Schachtel Zigaretten oder ein Päckchen Tabak zur Sicherheit und für den Kopf. Denn der Umstieg wird auch immer wieder die Lust an der Zigarette aufkommen lassen. Zu viele Zusatzstoffe sind in der Zigarette die süchtig machen. Auch das Handling und die sozialen Gewohnheiten sind eingeprägt und eingeübt. Wer umsteigt hat ein Stück Arbeit vor sich. Allerdings hilft die E-Zigarette enorm die Gewohnheiten zu ändern und um von der Zigarette weg zu kommen.

Schrittweises reduzieren hat auch viele von der Zigarette weg gebracht. Immer weniger Zigaretten und dafür mehr dampfen. Dazu muss man aber zählen und einen Kalender führen sonst beschummelt man sich selbst. Es könnte so aussehen dass man jede Woche die Zigaretten um eine Zigarette täglich reduziert. So ist ein Raucher nach 20 Wochen Zigarettenfrei. Also Woche 1 statt 20 Zigaretten täglich nur noch 19, Woche zwei nur noch 18, usw.. Ist eine Sache der Disziplin aber funktioniert.

Der nächste sagt sich, ich bestehe auf bestimmte Zigaretten. also die zum Frühstück und die in der Mittagspause. Ja, wieso nicht sich ein paar Zigaretten gönnen und auf den Rest verzichten. Kein schlechter Plan.

Wer zu Silvester oder zu einer Geburtstagsfeier schon immer gerne eine Zigarre geraucht hat, ja, kann man weiterhin machen, oder sogar eine elektrische Zigarre dampfen.

Ziel ist es soviel wie möglich Zigaretten einzusparen oder ganz davon weg zu kommen. Die Lungenfunktion wird es danken.


Die Kosten

KostenZu den Kosten zählt die Hardware, also das Equipment, die Ersatzteile und die Liquidkosten. Dazu kommt ein marginaler Beitrag für Ladekosten.

Für Equipment und Liquid einen fixen Preis anzugeben ist unmöglich. Wer Spaß am dampfen hat wird sich immer wieder mal neues Equipment besorgen, dieses oder jenes probieren. Das einzige was man machen kann ist eine überschlägige Rechnung mit Pi * Daumenfaktor.

Liquidkosten

Das Liquid kann man fertig kaufen oder, wenn man es sich zutraut, auch selber mischen. Fertiges Liquid kostet per 10ml zwischen 2€ und 5€ (auch mal 10€). Selbst gemischtes Liquid kostet so um die 50 Cent per 10ml. Zum selber mischen benötigt man auch wieder etwas Equipment das aber sehr kostengünstig ist.

Der Verbrauch an Liquid kann man bei üblichen Dampfverhalten mit ca. 3ml per Tag festsetzen. So liegt man bei gekauftem Liquid bei ca. 1,50€ per Tag, beim selber mischen bei ca. 15 Cent.

Equipment

Neben den Anschaffungskosten ist die Frage nach der Haltbarkeit. Diese wird zum Beispiel durch den Ladezyklus begrenzt. Die E-Zigarette funktioniert mit einem Akku, ob fest verbaut wie bei den Einsteigerngeräten (und vermehrt auch bei High-End-Geräten) oder mit einem Akku den man extern in einem Ladegerät laden kann.

Ein Akku hat einen Ladezyklus von ca. 600 bis 800 mal. Danach lässt der Akku in aller Regel stark nach. Handelt es sich um ein Gerät mit fest verbauten Akku muss man das ganze Gerät entsorgen. So entstehen also alle 2 bis 3 Jahre neue Anschaffungskosten.

Bei Geräten mit extern zu ladenden Akkus müssen lediglich die Akkus ersetzt werden. Früher gab es immer wieder mal Probleme mit Schaltern die ausfielen oder Gewinden die kaputt gingen. Das ist heute weitgehend Geschichte.

Ersatzteile, Verbrauchsteile

Verdampferkopf Beispiel
Verdampferkopf Beispiel

Zu den Verbrauchsteilen gehörten Verdampferköpfe. Diese nutzen sich in 1 Woche bis 2 Wochen ab. Abnutzen ist der falsche Ausdruck. Es sammeln sich Rückstände auf dem Draht an die dann im Laufe der Zeit einen schlechten Geschmack abgeben. Mit Auswaschen und einem sogenannten Dryburn kann man die Zeit noch einmal hinaus zögern. Verdampferköpfe kann man zu gängigen Verdampfern in jedem Shop bekommen.

Es gibt aber auch Verdampfer, zumindest kursieren noch einige, die haben keine Wechselköpfe sondern sind Einwegverdampfer. Das heißt der ganze Verdampfer wird nach 2-4 Wochen entsorgt. Auf die Dauer eine teure Geschichte. Achtet beim Kauf eures Gerätes also darauf dass irgendwas von Verdampferköpfe und wechseln in der Beschreibung steht.

Weitere Verbrauchsteile sind für die sogenannten Selbstwickelverdampfer etwas Wickeldraht und Watte, Silikatschnur. Das sind im Grunde Centbeträge. Mit einem Selbstwickler stellt man sich die Verdampferköpfe selbst her.

Zusammenfassung Kosten

Die Kosten hängen sehr stark von den Dampfgewohnheiten ab. Standardmäßig werden ca. 3ml per Tag benötigt.

Liquid

gekauft (5 Euro per 10ml)/ 3ml per Tag – 1,50€

selbst gemischt – 0,15€ per Tag

Geräte

Gehen wir einfachheit halber davon aus dass ein Equipment, egal welcher Art zwei Jahre hält (2 Jahre bei Einsteigergeräten, manche Geräte halten ein Leben lang). Die Anschaffungskosten liegen bei 30€ bis 100€. Die täglichen Kosten liegen damit bei 0,04€ bis 0,14€.

Ladestrom täglich: 0,05€

Ersatzteile, Verbrauchsteile

An Ersatzteilen fallen verschiedene Dinge an. Fertigverdampferköpfe, Material für selber wickeln, austauschbare und wiederaufladbare Akkus die irgendwann auch den Geist aufgeben.

Da dieser Artikel für Einsteiger gemacht ist, liegt man nicht verkehrt in der Annahme wenn man von Fertigverdampferköpfen ausgeht die immer wieder nach besorgt werden müssen. Ein Verdampferkopf kostet je nach Modell 2,50€ bis 3,00€. Ein Verdampferkopf hält ca. 14 Tage oder länger. Manchmal muss er aber auch nach 1 Woche ausgetauscht werden. Gehen wir von 10 Tagen aus. Das sind dann 0,30€ per Tag für Verdampferköpfe. Selber wickeln ist deutlich günstiger und läge so bei 3 Cent per Tag.

Zusammenfassende Rechnung:

  • Einsteigergerät, gekaufte Liquids, Ladestrom, Verdampferköpfe: 1,89€ per Tag
  • Einsteigergerät, günstig gekaufte Liquids, Ladestrom, Verdampferköpfe: 1,14€ per Tag
  • Einsteigergerät, selber gemischte Liquids, Ladestrom, Verdampferköpfe: 0,54€ per Tag
  • gehobenes Gerät, selber gemischte Liquids, Ladestrom, Verdampferköpfe: 0,64€ per Tag
  • gehobenes Gerät, selber gemischtes Liquid, Ladestrom, selber wickeln: 0,37€ per Tag

Wie man sieht ist man mit selber gemischtem Liquid und sich die Verdampferköpfe selber wickeln am günstigsten, selbst wenn man sich ein teures Gerät kauft. Doch das selber wickeln ist nicht für den Einsteiger gedacht und auch der Dauernutzer möchte sich nicht immer damit abgeben. Selber wickeln ist aber keine Hexenkunst, das hat man recht schnell drauf.


Mein Umstieg – von Cigalikes und den Anfängen

Nicht wenige denken bei Geräten an die Cigalikes, also die elektrischen Zigaretten die wie Zigaretten aussehen. Doch aufgrund der Kleinheit ist es nur bedingt möglich gute E-Zigaretten zu bauen die wie echte Zigaretten aussehen und im Handling der echten Zigarette nahe kommen.

Mein erster Kontakt zum elektrischen rauchen ging über solche Cigalikes. Die funktionieren am ersten Tag ganz gut, doch dann gehen die Probleme los. Ständiges aufladen, ständiges nachfüllen oder austauschen der Depots. Allerdings hat mich das Konzept des elektrischen rauchens fasziniert und ich habe gemerkt dass es funktionieren könnte. Daher machte ich mich auf die Suche und landete bei einem sogenannten Einsteigerset.

Anfänglich bin ich über die Größe erschrocken, heute denke ich mir „wie schnuckelig“. Begriffe und all das waren mir fremd und mir rauchte der Kopf weil ich zuviel auf einmal wissen wollte. Es hat bei mir etwas länger gedauert bis ich zum Vollblutdampfer geworden bin. Damals waren die Geräte noch nicht so toll und ein Bastler wollte ich nicht werden. Heute gibt es hervorragende Geräte die ich mich damals gewünscht hätte. An Dampfwolken wie sie heute Einsteigergeräte produzieren war damals nur bei hochklassigen Geräten vorstellbar.

Inzwischen mische ich meine Liquids selbst, kaufe nur ab und an mal eines um eine Idee einer neuen Mischung zu bekommen. Ich wickle selbst auf Selbstwickelverdampfern die damals richtig viel Geld gekostet haben. Heute bekommt man gute Selbstwickler ab 30€ oder sie sind gleich im Set mit dabei.

Dampfen macht mir Freude. Was mir keine Freude macht ist die Politik die nach den Nutzern der E-Zigarette greift. Die Politik will ja so gerne etwas von Tabaksteuer haben die nun mal bei E-Zigaretten nicht anfällt. Deshalb wird so lange reguliert bis Neueinsteiger E-Zigaretten uninteressant finden.

Noch ist alles erhältlich und es geht vielleicht noch ein Jahr so. Dann dürften die neuen Regelungen der TPD2 greifen. Besonders betroffen werden Verdampfer und Liquids von den Regelungen sein. Das was es heute so gibt wird es aller Wahrscheinlichkeit nach der Regelung so nicht mehr geben. Aber genaues kann man nicht sagen.

Wer mit selbst mischen sich beschäftigen will und Basen mit Nikotin braucht, der sollte jetzt kaufen. Denn sehr wahrscheinlich wird es diese Nikotinbasen dann nur noch in kleinsten Einheiten geben und nicht mehr in 1 Liter Flaschen. Basen ohne Nikotin wird es weiterhin günstig geben denn diese Basen sind nix anderes was in Kosmetikbereich, in Lebensmitteln oder im Tierfutter eingesetzt wird.

Füttert eure Suchmaschine mit Base, Liquid und kauft euch das Zeug. Durchschnittlicher Preis derzeit ungefähr: 1 Liter 18mg/ml – 40€ bis 45€.

Wer umsteigt wird auf Geräte zurück greifen müssen die der Zigarette in der Haptik, dem Gefühl was man in der Hand hat, nicht besonders nahe kommen. Man muss einen Knopf drücken und die Zuggewohnheiten muss man auch anpassen.

Elektrisches rauchen ist von der Haptik her etwas anderes als das rauchen einer Zigarette. Dessen muss man sich bewusst sein. Ich selbst bin Dual User und rauche noch die eine oder andere lieb gewordene Zigarette. Bin aber auf dem Weg ein Nur Dampfer zu werden.

(Wer sich aber nur vorstellen kann über Zigarettenähnliche E-Zigaretten zum Dampfer zu werden, inzwischen gibt es recht gute Teile. Man arbeitet mit mitnehmbaren PCCs (Ladebox).

 


Videos

Was für ein Gerät kann man empfehlen (von Philgood)

Vom Rauchen zum Dampfen (gutes Einsteigervideo, mit Vorstellung von Einsteigergeräten)

Anfängerfehler beim Dampfen (interessante Tipps, gute Erklärungen)

Gesundheitliche Probleme