Einsteigerset, oder darf es etwas mehr sein?

Kaffee-und-DampfJoyetech ist ein neuer, großer Wurf gelungen. Nach der VTC, der VTC-mini und dem Relaux 200 folgt nun Cuboid, ein Akkuträger (Akkubox) mit 150 Watt. Da fragt sich der Einsteiger „Muss ich das haben? Oder tut es etwas kleineres auch?“

Schauen wir uns die Sache aus Sicht eines Einsteigers genauer an.

Typisch Einsteiger

Einsteiger haben von der E-Zigarette eine bestimmte Erwartung. Es soll den Rauchgewohnheiten nahe kommen.

Das trifft auf Zugwiderstand, die Dampfmenge, den Geschmack und die Haptik zu. Das Handling soll einfach sein, die Verfügbarkeit muss gewährt sein und die soziale Komponente darf man auch nicht unterschätzen.

Bei einigem kann die E-Zigarette dem ehemaligen Raucher entgegen kommen, manches wird schwieriger. Besonders die Haptik ist eine ganz andere, da ist nichts mehr das man nebenbei in den Fingern hält. Auch die Zigarette hinterher ist etwas anderes wie auch „nur noch eine Zigarette“ gibt es in der Form nicht mehr.

Die Größe einer E-Zigarette ist nicht mit der einer echten Zigarette vergleichbar. Es ist also keine leichte Zeit für den Umsteiger.

Aber es gibt Dinge bei dem die E-Zigarette dem Umsteiger entgegen kommen kann und entgegen kommt. Das sind Zugwiderstand, das Mundgefühl, die Dampfmenge und die permanente Verfügbarkeit.

Das Handling wird bei den Einsteigersets besonders einfach gemacht, es gibt nur einen Knopf.

Was den Geschmack angeht so ist das eine Sache des Liquids. Dem Zigarettengeschmack kommt man nahe. Doch für die meisten E-Raucher (Dampfer) spielt das weniger eine Rolle. Schnell ist man neugierig und dampft Erdbeere, Vanillepudding und alles was die Geschmackspalette hergibt.

Doch betrachten wir die technische Seite. Darf es etwas mehr sein als ein Einsteigergerät mit einem Knopf?

Das typische Einsteigerset

evod2Ein Einsteiger in Sachen E Zigarette sucht man ein Gerät das ihm den Übergang vom rauchen zum dampfen möglichst leicht macht. Dazu gibt es E Zigaretten die sich Starterset nennen.

Ein klassisches Starterset besteht aus 2 kleineren Akkus (ca 650 mAh) und einem Verdampfer mit Verdampferköpfen im Ohmbereich von 1,2 Ohm bis 1,8 Ohm. Damit erzeugt man nicht zuviel Dampf (Hustenreiz), hat einen gewissen Zugwiderstand und hat zwei Geräte. Zwei Geräte deshalb weil dann immer eines aufgeladen werden kann oder wenn eines defekt ist man immer noch eines hat.

Diese Einsteigergeräte sind klein und handlich, eher so wie ein zu dick geratener Kugelschreiber in Zeigefingerdicken Format.

Es gibt dann auch die Einsteigergeräte die nur einen Akku mitbringen, dieser ist dann von der Kapazität sehr hoch. Das Gerät ist auch größer.

Gemeinsam ist beiden Konzepten die Einfachheit der Bedienung – es gibt nur einen Knopf und den fest verbauten Akku. Der Verdampfer ist mit dabei.

Irritieren lassen darf sich der Einsteiger nicht dadurch dass die Shops so ziemlich alles als Einsteigerset anbieten.

Typische und gute Vertreter der Einsteigergeräte sind (Link entfernt wegen TPD2-Werbeverbot) und (Link entfernt wegen TPD2-Werbeverbot).

Was kommt nach dem Einsteigerset?

Kangertech MiniDie nächste Stufe wären Gerätschaften die mehr Individualität zulassen. Diese Geräte können die Bandbreite von Einsteigereinstellung bis hin zu Extremdampfen abdecken.

Diese Geräte bedürfen dann schon etwas Einlesen in die Bedienungsanleitung oder das ansehen des einen oder anderen Videos. Wer so ein Gerät schon mal in der Hand hatte merkt aber schnell dass das kein Hexenwerk ist. Da ist jede ausgefeilte Kaffeemaschine unter Umständen schwieriger zu bedienen.

Diese Akkuboxen sind eckig, etwa halb Zigarettenschachtel groß und haben mit einer Zigarette vom Aussehen und Handgefühl überhaupt nichts mehr zu tun.

Es gibt zweierlei Typen von Akkuboxen, einmal Akkuboxen mit fest verbautem Akku und einmal Geräte mit wechselbarem Akku.

Bei fest verbautem Akku braucht man sich keine Gedanken um den Akku und das Akkuladegerät machen. Man steckt das Gerät an den USB Stecker und eine Ladequelle und es läuft.

Zwei Nachteile aber ergeben sich.

  1. ein Akku hat einen Ladezyklus. Das heißt nach so und soviel Aufladungen hat der Akku sein Lebensende erreicht. Passiert das bei einem fest verbauten Akku so kann man das komplette Gerät entsorgen (außer man ist Bastler).
  2. Ist das Gerät leer und man benötigt es, so kann man nicht schnell mal aufladen, das braucht Zeit. Man kann zwar dann per Passthrough dampfen, sprich mit an einem USB Stecker angeschlossenem Gerät dampfen. Doch das hat man ja nicht immer dabei. Büro und Auto stellen kein Problem dar, aber wenn man in die Kneipe will oder auf Fahrradtour ist das ärgerlich. Besser wäre es wenn man jetzt einen vollgeladenen Akku einfach wechseln könnte.

Typische Vertreter der Boxen mit fest verbautem Akku sind (Links und Gerätetipps entfernt wegen TPD2-Werbeverbot)

Bei einem Gerät mit wechselbarem Akku hat man den Vorteil dass man immer schnell „frische“ Energie zur Verfügung hat. Verbrauchter Akku raus, frisch geladener Akku rein und es geht weiter. Das Gerät ist nicht abhängig von dem Ladezyklus eines Akkus.

Aber auch das System hat Nachteile

  1. Gerade der Einsteiger fühlt sich mit der Akkuauswahl schnell überfordert. Flatttop, Nuppel, verschiedene Größen und Leistungen sorgen auch bei geübten Dampfern immer wieder mal für Verwirrung. Empfehlungen zum Kauf sind unter Einkaufstipps zu finden.
  2. Es wird ein Akkuladegerät benötigt. Nein, nicht immer, man kann den Akku auch über die USB Schnittstelle des Akkuträgers (Akkubox) aufladen, doch dann habt ihr ja nie ein vollgeladenen Akku in Reserve wenn es denn mal sein muss.
  3. Höhere Anschaffungskosten. Nicht die Box / Akkuträger (40€ bis 50€) ist teurer als ein Einsteigergerät (30€ bis 50€), es kommen Akkus und Akkuladegerät hinzu, die schlagen nochmal mit 40€ bis 50€ zu buche.

Typische Vertreter der Boxen mit externem Akku sind:(Link und Tipps entfernt wegen TPD2-Werbeverbot) (mit 2 Akkuschächten).

Wer die etwas höheren Anschaffungskosten wegen der extra Akkus nicht scheut, dem rate ich zu einer Akkubox mit externen Akkus.

Wer die Anschaffung geeigneter Akkus scheut oder Sorge hat das falsche zu wählen, der sollte sich ein Gerät mit fest verbautem Akku ansehen. Damit ist es halt nicht möglich schnell den Akku zu wechseln. In so einem Fall sollte es gewährleistet sein dass man immer eine Möglichkeit der USB Aufladung hat.

Ich habe beides, beides läuft, keines davon zeigt Ausfallerscheinungen.

Und was ist mit dem Verdampfer?

Ja, das ist so eine Sache. Diese Geräteklasse nach dem Einsteigerset werden mal als komplettes Gerät mit Verdampfer angeboten, mal ohne Verdampfer.

Mit Verdampfer als Komplettset werden die Geräte deshalb angeboten weil man dem E-Zigaretten Einsteiger die Wahl erleichtern möchte. So muss er sich nur für ein Modell entscheiden und nicht noch einen Exkurs in Sachen Verdampfer aufs Parkett legen. Ist ja schon generell nicht einfach auf E-Zigaretten umzusteigen.

Diese Sets werden übrigens nicht vom Händler willkürlich zusammen gestellt. Der Hersteller selbst bieten diese Kombinationen dem Händler an. Der Händler versucht also nicht Altbestände an E-Zigaretten loszuwerden, sondern bietet das an was der Hersteller zur Verfügung stellt.

Doch mit Verdampfer mag das Gerät nicht jeder kaufen. Vielen genügt der Akkuträger alleine da sich schon genügend Verdampfer im Besitz befinden oder man einfach einen anderen Verdampfer möchte. Daher findet man die selbe Box mal mit, mal ohne Verdampfer im Verkauf.

Und was ist besser? Mit oder ohne Verdampfer kaufen?

Das ist schwerlich zu beantworten ob man seine neue E-Zigarette in einzelnen Komponenten kauft oder als Set. Ich persönlich kaufe mir Akkuboxen immer ohne Verdampfer da ich genug Verdampfer habe, bzw. die angebotenen Verdampfer nicht dem entsprechen was ich gerne hätte.

Meine Kriterien an einen Verdampfer sind:

  • Gibt es Verdampferköpfe im Normalbereich von 1,0 Ohm bis 1,8 Ohm. Darunter macht mir das dampfen keine recht Freude.
  • Kann ich den Verdampfer auch selbst wickeln oder beides, mit Verdampferköpfen betreiben und wenn ich will selbst wickeln.
  • Wechselbarer Drip Tip,
  • regelbare Luftzuführung,
  • sifffrei, 510er Anschluß und Pyrexglas kommen noch als Entscheidungskriterien hinzu.

Ein Verdampfer der das alles kann ist zum Beispiel der (Link und Tipps entfernt wegen TPD2-Werbeverbot). Man kann ihn selbst wickeln, man bekommt Verdampferköpfe bis 1,5 Ohm, es passt komfortabel viel Liquid in den Tank, er macht eine gute Figur und man kann ihn auch als Subohmverdampfer verwenden.

Aber auch der neue (Link und Tipps entfernt wegen TPD2-Werbeverbot) wäre so ein Verdampfer den man ohne weiteres empfehlen kann.

Die dritte Empfehlung im Bunde ist der (Link und Tipps entfernt wegen TPD2-Werbeverbot), ein Verdampfer der hervorragend für „Backendampfer“, also nicht für die Lungendampfer geeignet ist (siehe auch Artikel über Backendampfer, Lungendampfer)

Mein Tipp, mein Fazit

Ein Einsteiger der eine E-Zigarette nur mal zum testen will, ist mit einem günstigen Einsteigerset wie dem EVOD2 bestens bedient, ein zuverlässiges Gerät das keine Probleme macht.

Wer in das elektrische rauchen (dampfen) einsteigen will und sich weitere Wege offen halten will, der ist mit einer Box, VTC Mini oder Cuboid (beide mit wechselbarem Akku) oder mit der IStick TC40W (fest eingebauter Akku) bestens beraten. Diese Geräte sind für Einsteiger wie dem Endbereich hervorragend geeignet.

Übersicht Kosten:

Einsteiger Standardset, zum Beispiel (Werbeverbot) – ca. 40 – 50 €

Akkubox, (ohne Verampfer) zum Beispiel: VTC mini, Cuboid – ca. 50 – 60 €

Akku, zwei Stück – ca. 20 €

Akkuladegerät – ca. 25 €

Verdampfer, – ca. 20-30 €

Zu guter letzt

Über alle Geräte gibt es viele Videos auf Youtube. Die wichtigsten deutschen Channels findet ihr in der rechten Seitenleiste.

Artikel für Einsteiger zur E-Zigarette, die Basics, mit Videolinks