Guter Pod, böser Pod

Pod E-Zigaretten werden geliebt und gehasst.

Pod Systeme sind der niedrigschwellige Einstieg in die Welt des Dampfens. Es braucht kein Studium, man kann sofort mit dem dampfen anfangen.

Sie sind klein, leicht, unauffällig und immer dabei.

Hater: Pod-Systeme sind das Einfallstor für Big Tabacco in die Dampfercommunity.

Was ist eine Pod E-Zigarette?

Das versuchte ich schon mal in einem anderen Artikel „Was ist eine Pod E-Zigarette“ ausschweifend zu beantworten.

Eine Pod E-Zigarette ist eine E-Zigarette ohne jeden weiteren oder tief greifenden Erklärungsbedarf. Die Nutzung erklärt sich mehr oder weniger von selbst.

Im Grunde besteht eine Pod E-Zigarette aus zwei Teilen, dem Akku(träger) und dem Pod und funktioniert klassischerweise mit Zugautomatik.

Der Pod ist (nicht immer) nachfüllbar und wird auf das Akkuteil gesteckt.

Eine Pod E-Zigarette ist ideal für Ein- und Umsteiger. Sie kommt dem Rauchverhalten einer Tabakzigarette nahe. Dampf und Haptik kommen dem Raucher entgegen.

Zu den bekanntesten Pod E-Zigaretten gehören die MyBlu, Vype und die Caliburn. Ich selbst nutze fast ausschließlich die Novo 2 von Smok.

Diese Systeme erfahren seit längerem riesigen Boom und werden nicht nur von Einsteigern, sondern auch von den alten Hasen genutzt.

MyBlu Pod E-Zigarette


Die Vorteile der Pod E-Zigarette

Für mich, und jetzt wird es einseitig, sind Pod E-Zigaretten die Zukunft.

Die Selbstwickler und die großen Boxen kenne ich, habe ich selbst genutzt. Einige habe ich sogar vorgestellt.

Doch um meinen Zigarettendurst zu befriedigen, um den Umstieg zu schaffen, bedurfte es einer einfachen Pod E-Zigarette.

Sie kommen für mich einer Zigarette am nächsten und so fiel mir der Wechsel von der einen Sucht in die andere leichter. Hauptsache erstmal weg von der Tabakzigarette.

  • Günstig
  • einfaches Handling
  • vielfach erhältlich
  • kommt dem Einsteiger und Raucher entgegen
  • sind leicht mitzunehmen

Nachteile der Pod E-Zigarette

Es gibt auch Nachteile der Pod E-Zigarette. Die ergeben sich teilweise aus den Vorteilen.

  • wenig individuell*
  • umgehen den Fachhandel**
  • Big Tobacco hat die Finger im Spiel**
  • kompletter Pod muss entsorgt werden
  • Fachhandel verdient weniger

*)Eine Pod E-Zigarette lässt sich wenig individuell einstellen. Das allerdings kann man bei einer Tabakzigarette auch nicht.

Es ist gewollt dass ein Pod System so einfach wie möglich ist.

**) Die Tabakunternehmen haben selbst erfolgreiche Modelle entwickelt oder sich eingekauft. Diese Modelle werden an Tankstellen und Kiosken vertrieben. Das sind die klassischen Vertriebswege der Tabakunternehmen. Dagegen kommt kaum einer an.

Die meisten Pod E-Zigaretten (zahlenmäßig unterschiedliche Modelle) stammen immer noch von den E-Zigarettenherstellern aus China und sind somit nur im Fachhandel erhältlich.

Fast wöchentlich kommt ein neues Modell aus China in den Kreislauf. Das ist selbst für Kenner der Szene mehr verwirrend als hilfreich.

Die Masse allerdings ist längst in den Händen der Tabakkonzerne und somit auch in Kiosken und Tankstellen zu finden. Die Tabakkonzerne setzen nicht auf verwirrende Vielfalt, sondern haben wenige Modelle und betreiben darüber die Markenbindung.

Es bleibt abzuwarten ob sich der Konsument die vorbefüllten Pods der Tabakkonzerne gefallen lassen wird oder ob er doch lieber auf nachfüllbare Systeme setzt.

Die vorbefüllten Pods (z.b. MyBlu, Vype) haben für den unbedarften Umsteiger Vorteile – einfacher geht es nicht.

Pods die selbst befüllt werden erfordern etwas mehr Kenntnis und mehr Vorschritte bevor man dampfen kann. Spart aber auf Dauer eine Menge Geld.


Die Gruppe der „Hater“

Die Gruppe der Hater ist ein großes Wort. Ob es richtiger Hass ist kann ich nicht einmal sagen. Mir kommt das vor wie „Ich bin Dortmund-Fan, deshalb hasse ich Schalke“, also etwas was einem im Leben nicht weiterbringt.

Matzes Dampferecke hat sich kürzlich damit auseinandergesetzt. Interessant ist der Kommentarbereich.

Die Hater, besser kritische Stimmen, kommen aus der Ecke der Selbstwickler, aus der Ecke der Technikfreaks, aus der Ecke der Leute die Spaß am basteln haben. An einem Pod kann man leidlich wenig manipulieren, testen und basteln.

Aber auch der E-Zigaretten Fachhandel hat so ihre Probleme mit den Pod Geräten aus der Tanke und Kiosk. Der Neudampfer braucht für eine Myblu oder Vype keinen Fachhandel mehr. Gerät wie befüllte Pods kauft man, fast wie vorher seine Zigaretten, am Kiosk.

Selbst die Pod-Systeme die es nur im Fachhandel gibt, sind günstiger als eine klassische E-Zigarettenausstattung. Zudem verbrauchen diese Pod E-Zigaretten weniger Liquid als ein DL-Verdampfer, brauchen keine Akkus und brauchen kein Zubehör.

Allerdings glaube ich, dass die Pod Systeme vom Kiosk den einen oder anderen Nutzer ans Dampfen heranführt und sich dieser nach befüllbaren Podgeräten oder gar anderen Geräten umschaut. So wird der eine oder andere dann doch im Fachhandel landen.


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Fazit

Ich selbst kann den Hass, besser Ablehnung, einiger gegen die Pod-Systeme nicht verstehen.

Meinen Umstieg habe ich nach vielen Jahren als Dualuser mit Pod E-Zigaretten geschafft. Bis dahin hatte ich vieles ausprobiert. Für mich bin ich froh dass es Pod E-Zigaretten gibt, die haben mich von der Tabakzigarette weggebracht.

Und darum geht es uns Dampfern doch, soviel Leute wie möglich von der Tabakzigarette wegzubringen. Oder nicht?

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