E-Zigarette – Mehrheit der Bevölkerung skeptisch

Laut BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) steht die Mehrheit der Bevölkerung der E-Zigarette skeptisch gegenüber.

Diese Aussage basiert auf einer Umfrage die das BfR in Auftrag gegeben hat. Befragt wurden 1.006 Personen die in Privathaushalten in Deutschland leben und mindestens 14 Jahre alt sind. Das Interview erfolgte telefonisch.

Umfrage macht klar: Aufklärung ist wichtig

Nach dieser Umfrage des BfR sind selbst Dampfer sehr skeptisch gegenüber E-Zigaretten. Allerdings täuschen die Zahlen etwas.

Die Zahlen der Umfrage

Unter den Befragten waren 25 % Zigarettenraucher (250) und 6 % (60) nutzen E-Zigaretten, von diesen greifen 2/3 noch zusätzlich zur Tabakzigarette, sind also Dualuser. Ungefähr 700 der Befragten sind Nichtraucher und Nichtdampfer.

Es waren also nur 2 % reine E-Zigarettennutzer unter den Befragten (ca. 20).

84 % aller Befragten gaben an dass E-Zigaretten gesundheitliche Risiken bergen können. Von allen E-Zigaretten-Nutzern sagen das 65 % (39)

37 % aller Befragten schätzen die Gesundheitsrisiken beider Alternativen als gleich hoch an (mir fehlt die Angabe wie die Einschätzung der 63% ist)

90 % der Befragten, die weder E-Zigaretten nutzen noch Zigaretten rauchen (630), verbinden keine positiven Aspekte mit der E-Zigarette.

Das ist wenig überraschend, denn ich als derjenige der nichts von Computerspielen hält, verbinde keine positiven Aspekte mit Egoshootern oder Racingspielen.

Dass sich E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung eignen, glauben etwa 20 % aller Befragten. Mehr als 50 % aller Befragten hält E-Zigaretten für ungeeignet, um sich das Rauchen abzugewöhnen.

Auf-abgerundete Zahlen
Nichtraucher70070%
Zigarettenraucher25025%
Dualuser404%
E-Zigarettennutzer202%

Meine Meinung

Es wurden 1006 Personen befragt, davon sind 700 weder Raucher noch Dampfer. Von dem Rest sind 250 Personen Raucher, 40 Personen Dualuser und 20 Personen sind reine E-Zigaretten Nutzer.

Diese Schlüsse und Auswertungen die das BfR daraus zieht, erscheinen mir seltsam. Sollen hier hohe Prozentzahlen gegen die E-Zigarette aufgebaut werden? Wäre es nicht sinnvoller gewesen mehr auf die Ausgewogenheit der Befragten zu achten?

Wieso befragt man Nichtraucher und Nichtdampfer zu Themen die sie niemals interessieren werden?

Eines hat diese Umfrage zu E-Zigaretten jedenfalls gezeigt, die Nichtraucher haben sich nicht für die E-Zigarette interessiert und nehmen somit bestenfalls die Negativschlagzeilen aus der Presse auf.

Selbst Reemtsma geht mit diesem Umfrageergebnis kritisch ins Gericht und fordert eine Aufklärung gegen die bestehende Unwissenheit bezüglich E-Zigaretten.

Desweiteren führt Reemtsma die allseits bekannte Studie der britischen Gesundheitsbehörde hin.

Erfahrungswerte aus meinem Umfeld

Ich kann mir die Ergebnisse, als jemand der die Szene zumindest etwas kennt und im Alltag eigentlich nur Leute kennt die keine E-Zigarette nutzen, kaum erklären.

Jeder in meinem Umfeld (alles Nichtraucher und Nichtdampfer) findet es gut, dass ich die E-Zigarette nutze und nicht mehr rauche (jetzt bereits mit Unterstützung der E-Zigarette 2,5 Jahre Nichtraucher).

Jeder in meinem Umfeld ist der Meinung dass es auf vielen Ebenen wesentlich vorteilhafter ist die E-Zigarette zu nutzen als die Tabakzigarette.

Die Hälfte in etwa sagt, dass ich mit der E-Zigarette aufhören soll, denn man weiß ja nicht genau was für gesundheitliche Folgen das letztendlich hat, befürwortet aber diesen Zwischenschritt um von der Tabakzigarette wegzukommen.

Das BfR in eigener Sache

Das BfR weist darauf hin, dass der Konsum von konventionellen Zigaretten ein deutlich höheres Gesundheitsrisiko mit sich bringt als der Konsum von E-Zigaretten.

E-Zigaretten sind keine risikolose Alternative, auch sie können die Gesundheit schädigen, wobei nach derzeitigem Kenntnisstand das Gefährdungspotenzial deutlich niedriger liegt als bei konventionellen Zigaretten.

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